Fotografiska Stockholm

Heute melde ich mich mal wieder zu Wort und zeige euch ein paar unserer Eindrücke aus dem Fotografiska, dem Fotografiemuseum in Stockholm.

Aufgrund unserer nicht zu übersehenden Begeisterung für Fotografie, egal ob analog oder digital, stand das 2010 eröffnete Museum auf unserer To-Do-Liste für Stockholm ganz oben. Da wir irgendwo gehört hatten, dass das Fotografiska eines der größten Fotomuseen (in Europa?) sein soll, waren unsere Erwartungen hoch und wurden auch etwas enttäuscht. Bei meiner Recherche bestätigte sich diese Vermutung aber nicht. Und so schlecht war es auch gar nicht.

Das Museum, das im ehemaligen großen Zollhaus untergebracht ist, macht schon aus der Ferne einen äußerst schicken Eindruck.
Fotografiska-15Fotografiska-16Als wir da waren, wurden gerade Arbeiten der drei oben aufgeführten Fotografen ausgestellt: Anders Petersen, Lu Kowski und Sebastiao Salgado.

Anders Petersen ist ein schwedischer Fotograf, wenngleich beim Begutachten seiner Arbeiten seit 1967 deutlich wird, dass er auch in Deutschland unterwegs war und Menschen in alltäglichen, persönlichen oder gar intimen Situationen festgehalten hat. Ich fand die einzelnen Reihen ziemlich gelungen und einzelne Bilder sehr stimmungsvoll. Fotografiska-1 Fotografiska-6Fotografiska-3 Fotografiska-4Fotografiska-7Einzig die Anordnung der Fotografien fand ich an manchen Stellen etwas willkürlich und wirr, aber das wird schon alles seine Richtigkeit gehabt haben.
Die Fotografien von Anders Petersen sind übrigens noch bis 16. November 2014 zu sehen.

Neben Lu Kowski, der mit der etwas verstörenden Reihe „Melancholia“ nur in einem kleinen Raum vertreten war…
Fotografiska-11…nahm Sebastia Salgado mit „Genesis“ beinahe eine ganze Etage des Museums in Anspruch.
Jedem, der ein wenig in der Arthouse- und Fotografenszene unterwegs ist, sollte dieser Name wohl inzwischen ein Begriff sein, denn Ende des Monats kommt der Film „Das Salz der Erde“ von Wim Wenders und Julian Ribeiro Salgado in die Kinos.
Nachdem Salgado, der heute als „Meister der Sozialfotografie“ gilt, 30 Jahre lang in den Krisenregionen der Welt unterwegs war, widmet sich der Film den Arbeiten, die danach entstanden: Fotografien, die unberührte Landschaften und die Wunder der Natur einfangen.
Fotografiska-9Fotografiska-8Neben einer Menge ganz guter Naturaufnahmen gab es übrigens auch einige, die mich richtig beeindruckt haben. Die hier verstehe ich bis heute noch nicht:
Fotografiska-10Hier gibt’s die Fotografie auch nochmal ohne Abfotografierlichtreflexe.

Im Großen und Ganzen waren die Ausstellungen wirklich sehenswert, wenngleich wir uns zum einen ein paar Farbfotografien und zum anderen ein wenig Fotografiegeschichte versprochen hatten. Dennoch ist das Fotografiska einen Besuch wert; Inspiration von zeitgenössischen Fotografen schadet ja nie.

2 Kommentare zu „Fotografiska Stockholm“

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